Probleme im Studium: Drei Eskalationsstufen zur Lösung.

Frei nach Hieronymus Bosch: Der Gaukler (um 1502). Quelle: Wikipedia Commons.

Liebe Studierende,

dank eurer zahlreichen und detaillierten Zusendungen während der letzten Wochen konnten wir die Aufmerksamkeit der “Task Force” auf bestehende Probleme lenken und entsprechende Lösungsstrategien entwerfen. Diese Zusammenfassung will euch einen Überblick über das verschaffen, “was so geht”. Dabei haben wir drei Eskalationsstufen herausgearbeitet, die allen Beteiligten helfen, eure Probleme schnell und zielsicher zu lösen. Eskalationsstufe 1 betrifft die jeweilige Lehrkraft, Eskalationsstufe 2 betrifft die Fachschaftsvertretung und Eskalationsstufe 3 betrifft uns, deinen AStA.

Wenn also….

  • der Umfang an verlangten Leistungen in einem Seminar viel zu hoch ist,
  • ein*e Dozent*in euch keine Unterstützung im Umgang mit den digitalen Formaten bietet,
  • ihr in einem nicht ausreichenden Umfang Input von Dozent*innen-Seite bekommt,
  • ihr das Gefühl habt, der Input reicht nicht aus, um alles zu verstehen und euch ausreichend auf eine Prüfung vorzubereiten,
  • ihr euch (und euren privaten Wohnraum) auf Grund einer Webcam-Pflicht dem gesamten Seminar "präsentieren" müsst,
  • euer/eure Dozent*in keine Fehltermine in synchronen Lehrveranstaltungen zulässt,

dann bitten wir euch, die vorgesehenen “Eskalationsstufen” abzuarbeiten. Diese ermöglichen erfahrungsgemäß die schnellste Bearbeitung aller Fälle mit der besten Aufklärung.

Bitte beachtet, dass die Einhaltung der Eskalationsstufen wirklich relevant ist für die erfolgreiche Bearbeitung eures Problems.

Zur Zeit fehlen leider die Kapazitäten, die vielen Fälle an die korrekten Stellen weiterzuleiten. Darum ist es wichtig zu wissen, welche Instanz ihr schon abgeklappert habt. Aber bloß keine Scheu! Wir haben ein riesiges Interesse daran, dass es allen gut geht und alle Probleme gelöst werden. Wir sind für euch da!

Bitte habt Verständnis für die komplizierte und schwierige Lage eure Dozent*innen – meldet euch aber dennoch unbedingt bei ihnen, wenn ihr ein Problem habt! Aktuell und mehr denn je sind die Lehrkräfte auf euer Feedback angewiesen. Sowohl auf positives, als auch negatives – denn nur so können sie verstehen, was euch als Veranstaltungsteilnehmer*innen nützt und was eher schadet bzw. belastet.

Natürlich verstehen wir, dass dies schnell mal unangenehm ist. Doch müssen wir alle aus der aktuellen Lage vieles neu lernen. Damit sollte eine gut dokumentierte Beschwerde mehr Vor-, als Nachteile mit sich bringen. Bitte protokolliert euer (gemeinsames) Vorgehen darum gründlich.

Sollte sich am Problem nichts ändern (lassen) oder die Lehrperson nicht reagieren, dann folgt:

Die Fachschaftsvertretung stellt die direkte Verbindung zwischen euch als Studierenden und den Dozierenden eines Faches dar. In der Regel weiß die FS-Vertretung sehr genau, wo sie euch helfen kann und wo nicht. Schildert euren Leuten in einer E-Mail euer Anliegen bzw. das Problem. Oft bekommt ihr dort direkt Hilfe, nicht selten gemeinsam mit Kommiliton*innen in ähnlicher Lage, sodass ihr euch koordinieren könnt. Die Fachschaftsvertretungen werden unsererseits gebeten, alle problematischen Veranstaltungen und Module zu sammeln und an uns weiterzuleiten, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten.

Außerdem interessant sind für euch die betreffenden Fachbereiche, die zuständig sind für die Sicherstellung der Lehre. Das bedeutet, dass ihr euch auch dort an die entsprechende Leitung wenden könnt, sollten Probleme mit dem Lehrpersonal vorliegen. Für Kontakte dorthin wendet euch bitte ebenfalls an eure Fachschaftsvertretung.

Wenn alles nicht hilft, helfen in letzter Instanz wir. Wir setzen uns in allen verfügbaren Instanzen für eure Anliegen ein, sodass das Semester für alle so gut wie möglich ablaufen kann. Und wenn es mal hart auf hart kommt, dann können wir dir auch eine Rechtsberatung, Schlichtung o.Ä. vermitteln. So oder so – wir bleiben dran und arbeiten hin zu einem Studieren möglichst ohne coronabedingte Nachteile.

Ganz liebe Grüße und viel Kraft in dieser Zeit,

Jana und Emily

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