Richtfest

05.10.2016 10:14 von Petra Kettwich

 Gestern feierte das neue Gebäude an der Uni in üblichem Zeremoniell sein Richtfest. An kaum einem Tag hat der Campus Landau mehr schicke Wägen mit abgedunkelten Fensterscheiben beherbergen dürfen. Nebst dem Bauleiter der Firma Bold Patric Gaiser, der rituell drei Weingläser auf Ex trinken und zu Scherben werfen musste - natürlich vorbildhaft mit Helm auf dem Kopf - , waren auch die Finanz- und Bauministerin Doris Ahnen, der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Prof. Dr. Konrad Wolf, der Präsident der Universität Koblenz-Landau Prof. Dr. Roman Heiligenthal und der Geschäftsführer  des Landesbetriebs LBB Holger Basten anwesend und erzählten davon, wie es zu diesem Projekt kam und welche Vorteile es in Zukunft bringen wird.


 

     

 

Der Campus Landau wird erweitert: Nach nur 12 Monaten steht der Rohbau mit vier Etagen Höhe und 45 Metern Länge, der in Zukunft 70 Labore beherbergen soll. Bis Sommersemester 2018 soll das Bauprojekt fertig gestellt und damit das umweltwissenschaftliche Profil der Universität Koblenz-Landau vertieft werden. Minister Wolf lobte das interdisziplinäre Dreieck aus Mensch, Umwelt und Bildung, das hier gestärkt würde, und wies auf die Relevanz der Förderung solcher Infrastrukturen hinsichtlich dem wirtschaftlichen, aber auch regional kulturellem Wert von Universitäten hin.

 

Ministerin Ahnen erklärte: „Mit seiner Investition leistet das Land auch einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Identifikation und der Attraktivität des Campus Landau.“, denn das Land Rheinland-Pfalz investiert 17,6 Mio. Euro in Ausbau und Modernisierung des Fachbereichs. Aber auch der Lehre soll das Gebäude zugute kommen, wie Prof. Dr. Heiligenthal versicherte. So sollen auch Lehrstudiengänge wie Chemie, Biologie und Physik zu den Laboren Zugang haben und dadurch praxisnahes Lernen und Lehren ermöglicht werden. „Mit den neuen Laborgebäuden werden sich die Rahmenbedingungen für die Natur- und Umweltwissenschaften an der Universität Koblenz-Landau signifikant verbessern. Die künftig erweiterte räumliche und labortechnische Ausstattung wird dazu beitragen, dass nachhaltig herausragende Forschung und universitäre Lehre auf hohem Niveau geleistet werden kann“, so Heiligenthal.

 

Besonders wurde von Ahnen die Leistung der ArchitektInnen, IngenieurInnen und HandwerkerInnen hervorgehoben und bedankt, denn das Bauprojekt stellte viele Anforderungen in Planung und Umsetzung. So musste die Bodenplatte besonders dick sein, um auf den lockeren Baugrund zu reagieren und schwingungsfreie Messungen zu ermöglichen. Des Weiteren musste die Klimakonstanten von Licht, Luft, Luftfeuchtigkeit und Temperatur innerhalb der Laborräume gewährleistet sein. Die zentrale Technik wird in einem zurückgesetzten Staffelgeschoss auf dem Dach untergebracht. Die Fassade wird als 24 Zentimeter dickes Wärmedämmverbundsystem ausgeführt und anschließend hell verputzt. Erfreulich für Ästhetiker sollte sein, dass alle Flachdächer begrünt werden.

 

Um das Richtfest gebührlich zu feiern, gab es noch hoch auf dem Gerüst ein Gedicht vom oben erwähnten Mann mit Bauhelm, der nach jeder Strophe ein Weinglas auf einen Schluck hinunterkippte. Das dreimalige „Hoch! Hoch! Hoch!“ kam eher verhalten von der Zuschauerschaft, dafür klirrten die Weingläser umso lauter, als sie in altem Brauch am Boden landeten. Ob der Herr auch wieder heil vom Gerüst runterkam, ist der Redaktion nicht bekannt. Prost, die Pfalz!

 

          

 

 

Redaktion: Rosa Stecher

mit Infos aus der Pressemitteilung von Landesbetrieb LBB, Finanzministerium und Wissenschaftsministerium

Bilder: Rosa Stecher

 

(PR und Öffentlichkeitsarbeit)

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