Die „Initiative Bunte Wiese Landau“ ist ein gemeinsames Projekt von Studierenden und Lehrenden des Instituts für Umweltwissenschaften am Campus Landau zur Förderung der Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen. Die meisten innerstädtischen Grünflächen und privaten Gärten werden überdüngt und zu häufig gemäht. Diese homogenen Rasen sind botanisch artenarm und bieten Tieren nur wenig Nahrung und Rückzugsraum. Gerade kleine, aber strukturreiche Flächen können im Stadtgebiet jedoch einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz leisten. Die Flächen der „Bunten Wiese Landau“ werden bewusst nur zweimal im Jahr gemäht, damit die Pflanzen zur Samenreife kommen und Insekten die Möglichkeit zur Eiablage haben. Um dem Boden Nährstoffe zu entziehen aber den Pflanzen ein Aussamen zu ermöglichen, wird das Schnittgut erst einige Zeit nach der Mahd entfernt. Von diesen Maßnahmen profitieren zahlreiche Tiergruppen wie Wildbienen, Käfer, Wanzen, Tagfalter,  Heuschrecken und Vögel. Die Entwicklung unserer Flächen soll wissenschaftlich begleitet werden. Zudem stehen die Flächen allen Lehrenden zur Verfügung. Auf dem Campus in der Fortstraße wurden uns 2017 die drei ersten ‚Bunten Wiesen‘ in Landau zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um die beiden Grünflächen rund um die Treppe vor Gebäude I und K sowie eine kleinere Fläche am Sportplatz. Auch im Stadtgebiet Landau sind Flächen geplant. Hier beraten wir uns derzeit mit der Grünflächenabteilung und der Naturschutzabteilung der Stadt.