Wohnraum für alle!

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Wer in Landau an einem Ortseingangsschild vorbei fährt, kann groß unter dem Schriftzug „Landau i. d. Pfalz“ das Wort „Universitätsstadt“ lesen. Noch mehr als in anderen Bereichen scheint die Stadt Landau beim Thema Wohnraum jedoch nicht bereit zu sein, diesen Titel auszufüllen. Paul Klär, Vorsitzender des AStA Landau, erklärt dazu: „Die Anzahl an Student*innen, die in die Schwarmstadt Landau ziehen wollen, wächst stetig an. Die von der Firma InWIS einst für das Jahr 2030 prognostizierte Einwohner*innenzahl von 47.395, wird wohl schon im Jahre 2018 überschritten.“

Diese Entwicklung bewirkt, im Zusammenspiel mit dem zu langsam wachsenden Wohnungsmarkt, einen akuten Mangel an Wohnraum und einen rasanten Anstieg der Mietpreise. Eine von der Wirtschaftswoche in Auftrag gegebene Datenaggregation stellte fest, dass die Kaltmieten in Landau von 2015-2018 um 16,2% gestiegen sind und aktuell bei 7,90€ pro Quadratmeter liegen. Der Wohnungsmarkt für Student*innen gestaltet sich dementsprechend schwierig. Zudem liegt der Anteil an Wohnheimplätzen des Studierendenwerks Vorderpfalz in Relation zu den Student*innenzahlen in Landau bei 4,53% und damit weit unter dem Bundesdurchschnitt von 10%.

„Es gab für uns also nicht viel zu überlegen, als das Studierendenwerk Vorderpfalz uns bat, darüber zu beraten, ob wir die Kooperation des Studierendenwerks mit dem Discounter ALDI unterstützen wollen“, berichtet Ann-Kathrin Rudy, Vorsitzende des AStA Landau. „Auch, wenn wir die Mieten von voraussichtlich 400€ warm für etwas über 20m² für extrem hoch empfinden und sehr bedauern, dass es die Stadt nicht schafft, genügend Wohnraum und vor allem ausreichend sozialen Wohnraum für alle Bewohner*innen zur Verfügung zu stellen, konnten wir die Möglichkeit 65 Wohneinheiten für Student*innen über dem Discounter, die zum Wintersemester 2019/20 fertig und mit einem 30-Jahres-Vertrag angelegt sein sollen, nicht ablehnen.“

Jetzt hat ALDI den Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung gestellt, um die von der Stadt vor einiger Zeit verabschiedete 25%-Quote für sozialen Wohnraum bei Neubauten zu umgehen. Diese Quote verpflichtet private Investoren, einen Mindestanteil des Bauvorhabens im Bereich des sozialen Wohnungsbaus zu realisieren. „Das ist für uns nicht akzeptabel“, kommentiert Paul Klär weiter. „Auch unter Student*innen gibt es Menschen, die auf sozialen Wohnraum angewiesen sind. Wir empfinden die Erklärung von ALDI zu dieser Ausnahmeregelung -man tue ja schon genug Soziales, da man für Student*innen baue- als Frechheit.“

 

Der AStA Landau fordert somit die Einhaltung der 25%-Quote für sozialen Wohnraum bei dem Umbau des ALDI in der Maximilianstraße und auch bei einem eventuellen Neubau des ALDI in der Annweilerstraße. Daraus ergibt sich sowohl die Forderung an die Stadt Landau, die Ausnahmegenehmigung nicht zu gewähren, als auch an ALDI und das Studierendenwerk Vorderpfalz, die Quote zu erfüllen und bei den Verhandlungen eines zweiten Vertrages mindestens die Quote einzuhalten und den Wohnraum für alle möglichst günstig zu gestalten.